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Forum Neue Städtetouren


Das Forum Neue Städtetouren ist ein Zusammenschluss von zur Zeit 21 Veranstaltern von Stadterkundungen mit hohen Qualitätsstandards. Diese Organisationen heißen meist StattReisen, benannt nach dem gleichnamigen Konzept, das Anfang der 1980er Jahre entwickelt wurde. Damals entstand die Idee, Städte anders als bisher zu erkunden.

Als eigenständiger Verband wurde das Forum im Jahr 2000 gegründet. Es ging aus dem seit mehr als zehn Jahre bestehenden Arbeitskreis Neue Städtetouren hervor. Dieser Arbeitskreis war Teil des Reisenetzes, einem Verband von Jugendreiseveranstaltern.

Inzwischen hat der Verband klare Kriterien entwickelt, und der Name Stattreisen ist patentrechtlich geschützt, so dass Interessierte in Hamburg wie in München, in Köln wie in Berlin die gleiche Qualität und ähnliche Vielfalt erleben können.

Unsere Städte mit anderen Augen sehen – mit dem Forum Neue Städtetouren

Unsere Städte sind gebaute Geschichte. Gebäude, Straßen, Stadtgrundrisse weisen Spuren auf, die sich wie Puzzlesteine zusammensetzen lassen. Entdecken Sie die spannende Vielfalt unserer Städte, die sich seit dem Mittelalter bis in die Moderne immer wieder verändert und weiterentwickelt haben und immer noch wandeln.

Heute sind sie rar geworden: Stadtmauern schützten im Mittelalter die Städte und ihre Bewohner vor Angriffen. Als einzige deutsche Großstadt besitzt Nürnberg eine noch weitgehend intakte Stadtmauer. Entdecken Sie diese eindrucksvolle Befestigungsanlage. In Köln wiederum werden Reste der römischen Stadtmauer bei dem Spaziergang in die  Unterwelt sichtbar. Hier erfahren Sie zudem Spannendes über die Wurzeln der Stadt, denn alte Kelleranlagen zeigen häufig Spuren der mittelalterlichen Bebauungen und Stadtstrukturen. Oder besuchen Sie die Tiefkeller in Freiburg

Charakteristisch für mittelalterliche Städte sind gewachsene Strukturen und Wegführungen, während spätere Stadterweiterungen zumeist planmäßig und geometrisch erfolgten. Grundlagen der barocken Stadtplanung und Stadterweiterung lernen Sie in Saarbrücken kennen. Auch Karlsruhe besitzt eine barocke Stadtanlage, die zu Beginn des 19. Jh. durch Friedrich Weinbrenner klassizistisch erweitert wurde. 

Klassizistisch waren auch die ersten – heute meist nicht mehr erhaltenen – Bahnhofsbauten gestaltet. Als 1835 die Eisenbahn Deutschland erobert, begann ein neues Zeitalter, wovon viele bedeutende Bahnhofsbauten Zeugnis ablegen. Der Nutzungswandel dieser ehemals bedeutenden Verkehrsbauten zu modernen Kaufhäusern mit Gleisanschluß wird u.a in Frankfurt (Eröffnung 1888) und in Leipzig thematisiert. Über den Widerstand der Stuttgarter Bürger gegen die Umgestaltung ihres Hauptbahnhofs informiert die Kunstführung: Bauzaun und Bürgerprotest zu Stuttgart 21.

Jede Stadt hat ihren spezifischen Reiz und herausragende Architekturen. Lernen Sie  bemerkenswerte Beispiele einzelner Stilepochen auf unseren Rundgängen in BernMünster oder in Mainz kennen.

Regional verbreitete Haustypen wie z.B. das Bremer Haus, eine für die Hansestadt Bremen typische Wohnform seit Mitte des 19. Jh. können Sie ebenso erkunden wie die Wohnhäuser der Patrizier in Erfurt mit ihren bemalten Bohlenstuben und üppigen Stuckdecken aus der Renaissance, dem Barock und dem 19. Jahrhundert.  

Heute wird das Bild unserer Städte u.a. durch Bauten des 20. Jh. bestimmt. Nahezu jedes Jahrzehnt hat seinen eigenen Architekturstil hervorgebracht. Als Abkehr vom Historismus Ende des 19. Jh. entwickelte sich der Jugendstil. Das Leben sollte ein Gesamtkunstwerk sein. Zeugen dieses Lebensgefühl um 1900 finden sich z.B. in Leipzig

Sozialreformerische Ideen und Utopien kennzeichnen Siedlungen der deutschen Gartenstadtbewegung. In Dresden-Hellerau entstand ab 1909 die erste deutsche Gartenstadt. Auch Karlsruhe besitzt zwei international herausragende Siedlungen des frühen 20. Jahrhunderts: die Gartenstadt Rüppurr und eine Mustersiedlung des Neuen Bauens (Dammerstock).

Nach Ende des 1. Weltkrieges herrschte große Wohnungsnot. Kostengünstiges Bauen und moderne Formen waren die Antworten vieler Architekten. Zum wichtigen Impulsgeber der Klassischen Moderne in Architektur, Kunst und Design wurde das Bauhaus in Dessau.  Unbedingt sehenswert ist die Berliner Hufeisensiedlung, eine Mischung aus Großsiedlung und Gartenstadt, die  zwischen 1925 und 1933 als eines der ersten Projekte des sozialen Wohnungsbaues errichtet wurde.

Großereignisse wie Olympische Spiele hinterlassen in den Austragungsorten vielfältige bauliche Spuren. Sportstätten und olympisches Dorf sind ein Spiegel ihrer Entstehungsgeschichte. Begeben Sie sich auf eine vielschichtige Spurensuche in Berlinwo die Spiele der Nazis 1936 nicht nur heitere Spiele des Friedens waren. 36 Jahre später wollte man mit den „fröhlichen, heiteren Spiele“ von München der Welt ein neues Deutschlandbild präsentieren.

Wie politische Entscheidungen die Stadtentwicklung maßgeblich beeinflussen können, zeigt exemplarisch die Stadt Bonn. Informieren Sie sich bei einer Spurensuche im ehemaligen Regierungsviertel über die Zeit der Bonner Republik und die baulichen Veränderungen nach dem Umzug des Bundestages nach Berlin. 

Auch für viele andere Städte bedeutete die Wende einen Meilenstein in ihrer Entwicklung. Endecken Sie bei einer Zeitreise durch Halle wie sich das Zentrum in den letzten 20 Jahren verändert hat.  

Zu Beginn des 21. Jh. stehen die Städte vor vielschichtigen Herausforderungen. Vielerorts entstehen auf brachgefallenen Industrieflächen neue Stadtviertel, Flussläufe werden als Aufenthaltsorte mit hoher Lebensqualität entdeckt und belebt. Machen Sie sich selbst ein Bild vom städtebaulichen Neuanfang in Hamburg, wo neben der großartigen Speicherstadt ein neues Quartier mit moderner Architektur entsteht.

Jenseits von Hannover
Mitgliedsorganisationen des Forum Neue Städtetouren gibt es in: AachenBerlinBernBonnBremenDessauDresdenErfurtFreiburgHalleHamburgKarlsruheKölnLeipzigMainzMünchenMünsterNürnbergSaarbrückenStuttgart.

Forum Neue Städtetouren
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Fax +49 (0)4 21 - 430 56 54
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